SYMPOSIEN

SYMPOSIEN GEGEN EINSAMKEIT

Einsamkeit betrifft viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft – unabhängig von Geschlecht und Gesellschaftsschicht.

Um das Thema Einsamkeit in die Öffentlichkeit zu rücken, habe ich 2008 das erste Symposium gegen Einsamkeit initiiert und organisiert. Einzigartig in Europa fand es großen Anklang bei Fachpublikum, Medien wie Betroffenen.

Es folgten weitere Symposien 2009 und 2010. Ziel war es auch, die vielen offenen Fragen aus unterschiedlichen professionellen Perspektiven zu beantworten.

4. SYMPOSIUM GEGEN EINSAMKEIT

Erfolg versus Erfüllung
Die Einsamkeit in der Arbeitswelt und ihre Folgen – Wege zum gemeinsamen Nenner

Symposium für Führungskräfte, Personalisten & Interessierte

2. Juni 2017

ExpertInnen beim 4. Symposium gegen Einsamkeit

Was bedeutet Einsamkeit? Welche Folgen hat sie persönlich wie volkswirtschaftlich und wie können wir selbst unsere Arbeitskultur mitgestalten? Das stand im Mittelpunkt des 4. Symposiums des Bioenergetischen Instituts Wien.

In vier Themenblöcken wurde Einsamkeit in der Arbeitswelt in ihren unterschiedlichen Facetten von Expertinnen und Experten beleuchtet, ergänzt mit Daten und Fakten zur gesundheitlichen Ist-Situation Österreichs Führungskräfte, UnternehmerInnen und ArbeiternehmerInnen.

Expertinnen und Experten sprechen und diskutieren hierzu am Freitag, den 2. Juni 2017 ab 10 Uhr im Festsaal der Bezirksvorstehung Alsergrund in Wien.

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3. SYMPOSIUM GEGEN EINSAMKEIT

„Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt.“ (Alfredo Le Mont)

Mit Experten aus der Allgemeinmedizin, Psychotherapie sowie Seelsorge. Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

24. April 2010

Vortragende beim 3. Symposium gegen Einsamkeit

Am 24. April 2010 wird bereits das 3. Symposion gegen Einsamkeit stattfinden, welches von Majda Moser  initiiert und organisiert wird.

Dieses Thema ist nach wie vor ein Tabuthema und es ist mir ein großes Anliegen, dieses zu durchbrechen und damit salonfähig zu machen.

Majda Moser: „Meine Überzeugung ist, dass die Vereinsamung vieler Menschen sich leicht verhindern lässt, indem Einsamkeit wieder mehr als ein gesellschaftliches Problem erkannt wird und auf den verschiedenen Ebenen von Politik und sozialer Arbeit Beachtung findet. Nicht wenige ältere Menschen sind einsam, obwohl sie Kinder und Enkel haben. Hier sind die Beziehungen zwischen Generationen gestört. Einer der Gründe dafür ist, dass sich die Großeltern nicht mehr in der Welt ihrer Enkel zurecht finden. Ein Mitgrund ist hier, sie wurden völlig anders erzogen.

Wenn die Menschen einander nicht skeptisch bewerten, sondern bedarfsgerecht unterstützen, ohne sich zu entmündigen wird ein gemeinsames möglich. Eine Aufklärung sorgt hier für Vielfalt von Lebendigkeit und erwartungslosen freundschaftlichen Beziehungen.

Meine Aufgabe sehe ich darin, die Menschen aufzuklären und zu verbinden.“

Die Vortragenden sind:

  • Hannes Bauer (IFEG Präsident der europäischen Glücksforschung)
    „Glück kennt kein Alter“
  • Beowulf Moser (Seelsorger und evang. Pfarrer)
    „Ich habe keinen Menschen – Erfahrungen aus dem Alltag, speziell mit älteren Menschen“
  • Bianca Bauer (Allgemeinmedizinerin)
    „Ist Einsamkeit eine Krankheit?“
  • Erna Trubel (Dolmetscherin)
    „Gehirntraining speziell für ältere Menschen“
  • Majda Moser (Körpertherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin, Obfrau ARGE Gemeinsam, Autorin)
    „Wie erkenne ich Einsamkeit rechtzeitig und wie beuge ich richtig vor?“

Ehrengäste:

  • Chris Lohner
  • BV Dipl. Päd. Martina Malyar
  • BV Adolf Tiller

Die Zielgruppe des Symposiums sind Frauen und Männer jeden Alters, wobei ältere Personen im Vordergrund stehen werden.

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2. SYMPOSIUM GEGEN EINSAMKEIT

Jung und Alt – gemeinsam statt einsam
Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

14. März 2009 im Ärztehaus Wien 9

Vortragende beim 2. Symposium gegen Einsamkeit

Vortragende Majda Moser beim 2. Symposium gegen Einsamkeit

Nach dem großen Erfolg des vergangenen Jahres sprechen wieder hochkarätige Vortragende zum Thema „Jung & Alt – gemeinsam statt einsam“

„Über 350 Besucher bei der 1. Veranstaltung im Jahr 2008  haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich diese Themas anzunehmen“, erklärt Majda Moser, Lebens- und Sozialberaterin, Bioenergetikerin, Leiterin der Selbsthilfegruppe ARGE gemeinsam, Initiatorin und Organisatorin des „Symposions gegen die Einsamkeit“. Das Problem Einsamkeit – nicht immer gleichzusetzen mit Alleinsein – trete, so Moser, immer stärker in verschiedensten Formen in Erscheinung – als Einsamkeit in Kindheit oder Alter, als Einsamkeit in der Beziehung oder am Arbeitsplatz, als Einsamkeit durch Krankheit oder gesellschaftliche Ausgrenzung. Mit einer „Einmal-Aktion“ sei es daher nicht getan.  Das 2. Symposium  findet am  14. März  2008, 10-16 Uhr, im Ärztehaus Wien statt. „ Behandelt werden wieder zahlreiche Facetten von Einsamkeit, von der Problematik bei Kindern bis hin zum Thema Alkohol & Einsamkeit.“, so Organisatorin Moser, die sich auch über die zahlreichen Top-Experten freut, die diesmal referieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Gemeinsam am Arbeitsplatz
Als Vortragende konnten hochkarätige Experten gewonnen werden wie etwa Dr. Dagmar Wagner, Allgemeinmedizinerin und Arbeitsmedizinerin. Majda Moser: „Sie  wird in ihrem Vortrag über florierende Betriebe berichten, in denen ältere und junge Mitarbeiter miteinander arbeiten und wie sich die verschiedenen Generationen optimal ergänzen können.“  Dr. Wagner stellt fest, „dass die psychischen Belastungen unserer Zeit immer mehr zunehmen und, dass es wichtig ist zu wissen wie man damit umgeht und welche Möglichkeiten es für geistiges Wohlfühlen gibt.“

Kinder in der Einsamkeit
Schulmedizinerin Dr. Bianca Bauer, wird über die Problematik „Kinder in der Einsamkeit“ sprechen. Bauer: „Die familiäre Kommunikation untereinander wurde deutlich weniger. Kinder werden zwar häufig materiell verwöhnt, indem sie viel an Geld und technisches Equipment bekommen – Schlagwort Wohlstandsverwahrlosung – werden aber da durch oft in eine Isolation geführt, weil keine Kommunikation mit ihnen geübt wird (PC verbalisiert nicht). Nicht selten resultieren daraus letztendlich auch psychische und psychosomatische Probleme.“ Andererseits gebe es auch Kinder, auf die ein enormer Druck bezüglich Leistungen ausgeübt wird, sodass sie nur wenige oder gar keine echten Ruhephasen mehr haben.

Einsamkeit und Alkoholismus
Mag.a Magret Bauer, Traumtherapeutin und Suchttherapeutin, wird die enge Verflechtung von Einsamkeit und Alkoholismus beleuchten. Bauer: „ Es gibt Menschen, die beginnen aus Einsamkeit zu trinken. Es gibt aber auch suchtkranke Menschen, die einsam geworden sind wegen ihrer Sucht. Und zu guter letzt kann man ich oft beobachten, dass jemand endgültig einsam wird, weil er mit dem Trinken aufhört. Ein besonders tragische Variante von Einsamkeit.“ Außerdem wird die Therapeutin auch auf die vielfältigen Gründe von Einsamkeit bei bei Alkoholabhängigen eingehen.

Wege aus der Einsamkeitsfalle
Unter dem Motto „ gemeinsam vorsorgen“ wird Univ. Doz. Dr. Karl Sablik, Präsident der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation, die Fähigkeit zur Freundschaft erläutern und anhand konkreter Beispiel schildern, wie ein gemeinschaftliches Leben doch möglich ist. Majda Moser, Gründerin und Leiterin der Selbsthilfegruppe ARGE gemeinsam, befasst sich seit Jahren mit dem immer häufiger auftretenden Problem, dass eine Vielzahl medizinisch abgeklärter Menschen weiterhin an diagnostisch nicht erfassbaren unterschiedlichen körperlichen Symptomen leidet. Sie konnte feststellen, „dass viele dieser Patienten, die eigentlich keine sein sollten, eines gemeinsam haben: Einsamkeit. Die Expertin nimmt sich des Themas Kommunikation und Einsamkeit an, spricht über Werthaltung in der Gesprächsführung, wie man transparent die eigene Ziele und Machtforderungen deklariert, einfühlend und empathisch zuhört, dabei aber echt ist und in Übereinstimmung mit seiner inneren Realität auch Andersartigkeit akzeptiert“.

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1. SYMPOSIUM GEGEN EINSAMKEIT

ERSTES SYMPOSIUM GEGEN EINSAMKEIT

1. März 2008 im Ärztehaus, 1090 Wien, Frankgasse 8

Teilgenommen haben insgesamt ca. 350 Personen, die teilweise in den Fragepausen eine Vielzahl unterschiedlicher Fragen an die Vortragenden richteten, die darauf ausführlich Antwort gaben.

Moderiert hat die Veranstalterin und Organisatorin Majda Moser, die das Symposion auch finanzierte.

Vortragende Majda Moser beim 1. Symposium gegen Einsamkeit

Vorgetragen haben:

1./ Majda Moser, Körpertherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin, Autorin des Buches „Zurück zur Freude – statt einsam wieder lebensfroh“, erschienen im Kneipp-Verlag,  und Veranstalterin.

Inhalt: Majda Moser konnte auf Grund vieler Gespräche mit Personen, die medizinisch abgeklärt waren aber nach wie vor an Symptomen litten, feststellen, dass in einer Vielzahl medizinisch nicht fassbarer Fälle ein gemeinsamer Hintergrund vorhanden war: Einsamkeit.

Erläutert wurden die vielen Erscheinungsformen des Phänomens Einsamkeit von der Einsamkeit in der Kindheit und im Alter über die Einsamkeit in der Beziehung und am Arbeitsplatz bis hin zur Einsamkeit in der Freizeit und die dadurch verursachten Schwierigkeiten vom Auftreten von Suchtverhalten über die gesellschaftliche Ausgrenzung bis hin zur permanenten Überforderung durch übermäßigen Arbeitseinsatz und zur totalen Isolation durch Emigration in eine Traum- oder Scheinwelt, weiters die beiden Hauptgruppen von Problemen, die sich der Bekämpfung der Einsamkeit in den Weg stellen, nämlich

a./ dass den meisten Betroffenen gar nicht bewusst wird, dass sie unter Einsamkeit leiden und

b./ dass die Betroffenen dann, wenn ihnen ihre Einsamkeit ins Bewusstsein tritt, ihr Leiden meist nicht zugeben wollen, bzw. sich selbst nicht eingestehen können.

Majda Moser wies nach, dass der Körper des Einsamen häufig mit nach außen in Erscheinung tretenden Symptomen reagiert, die den Diagnostiker vor unlösbare Fragen stellen können.

Dann ist zu ergründen, ob die Ursache ein Einsamkeitszustand ist und bejahendenfalls bei diesem therapeutisch anzusetzen.

Majda Moser stellte in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen die These, dass die Therapie nur Hilfe zu Selbsthilfe sein kann, da der an den Therapeuten gestellte Anspruch des Patienten, ihn glücklich zu machen und von seinem Leiden zu befreien, nicht zu verwirklichen ist.

Niemand kann einen anderen glücklich machen. Möglich ist nur die Anleitung zur Änderung der eigenen Persönlichkeit oder des eigenen Verhaltens, welche eine Veränderung des Verhaltens des Umfeldes bewirkt, denn: Einsamkeit ist meistens hausgemacht.

2./ Dr. Hans Joachim Fuchs, Allgemein-, Familien- und Arbeitsmediziner.

Inhalt: Darstellung der verschiedenen Formen der Einsamkeit von Kranken und ihrer Angehörigen, innerhalb der Familie und am Arbeitsplatz, sowie der damit verbundenen Folgen und der Möglichkeiten ihrer Beseitigung oder zumindest Linderung.

Besonders der Kranke sieht sich oft mit dem Phänomen Einsamkeit konfrontiert, die er infolge seiner Hilflosigkeit besonders intensiv empfindet. In gleicher Weise sind die Angehörigen des Kranken von Einsamkeit betroffen, weil Verständnis und Kommunikation zwischen dem Kranken und ihnen oft nicht funktioniert. Der Vortragende ging im Zuge seiner arbeitsmedizinischen Darlegungen ausführlich auf die verschiedenen Formen des „Mobbings“ ein und fand damit im Publikum reges Interesse, welches sich in einer Vielzahl von Fragen äußerte, die er überaus kompetent beantwortete.

3./ Brigitta Etzelstorfer, Psychotherapeutin.

Inhalt: Die Vortragende ging auf das starke Informationsdefizit ein, welches die Arbeit mit dem Tabuthema Einsamkeit so besonders schwierig macht. Sie legte dar, dass Einsamkeit oft ihren Grund in der unerfüllt gebliebenen Sehnsucht nach Beachtung, Anerkennung und Liebe hat und als psychogene Ursache bestimmter Störungen sichtbar gemacht werden kann. Einsamkeit geht oft mit einem Defizit an Beziehungsfähigkeit Hand in Hand. Wie jede Symptomatik hat auch die Einsamkeit eine Geschichte, die es zur Behebung zunächst zu erforschen gilt. So kann den krankmachenden Mustern auf die Spur gekommen und die Veränderung durch die Therapie in Gang gesetzt werden. Wahrnehmen will gelernt und trainiert werden. Der Beginn der Veränderung ist das therapeutisch unterstützte Zulassen eines konstruktiven und wertschätzenden Umganges mit sich selbst und anderen, welches der erste Schritt zur Durchbrechung der Einsamkeitsspirale ist.

4./ Mag. Karin Isak, Wiener Krebshilfe.

Inhalt: Die Vortragende behandelte das Thema Einsamkeit speziell im Zusammenhang mit der Erkrankung an Krebs aus der Sicht der Patienten und ihrer Angehörigen. Krebs ist ebenfalls ein Tabuthema und zusammen mit der damit verbundenen Einsamkeit ein doppeltes Tabuthema. Die Diagnose „Krebs“ bringt in vielen Fällen tiefgreifende Verlusterlebnisse mit sich und führt oft zu Sprachlosigkeit zwischen Patient und Behandler, sowie Patient und Angehörigen, Freunden und Bekannten, die direkt in die Einsamkeit führt.

Beseitigung der Einsamkeit ist möglich durch Wiederaufnahme der Kommunikation, wozu den Betroffenen Hilfestellung durch Einzelberatung, Gruppenarbeit oder Veranstaltungen geleistet werden muß.

5./ DSA Marlies Matejka, Leiterin der Telefonseelsorge Wien.

Inhalt: Einsamkeit ist meistens der Grund für die Kontaktierung der Telefonseelsorge. Einsamkeit hängt weder vom Alter noch vom Beruf oder  der Lebenssituation ab. Ältere Menschen, die ihre Angehörigen bereits durch Tod verloren haben, rufen ebenso an wie Kinder und Jugendliche, die jemanden suchen, der ihnen zuhört. Gemeinsam ist allen Anrufern, dass sie das Gespräch suchen, weil sie es in ihrem Umfeld nicht finden können – mangels entsprechender Gesprächpartner oder aus welchen Gründen immer.

Pro Jahr werden ca. 30.000 Telefongespräche geführt. Unter den unterschiedlichen Themen nimmt die von den Anrufern bedrückend oder beängstigend empfundene Einsamkeit einen Spitzenplatz ein. Als häufigsten Grund für die Kontaktaufnahme nennen die Anrufer ihr Bedürfnis nach einem Gespräch, nach einem Menschen, der ihnen zuhört, mit anderen Worten: ihre Einsamkeit.

RADIO NÖ – RADIOBEITRAG ZUM 1. SYMPOSIUM 2008 »

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Reaktionen:

Doris Bures, damals Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst
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Caritas Telefonseelsorge Bozen-Brixen
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Teilnehmerin
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